Mit Bedauern nimmt  die UWG / Stadtpartei – Fraktion im Kreistag des Kreises Borken zur Kenntnis, dass das Land NRW die geplante Schnellbusverbindung zwischen Gronau und Bocholt, den sogenannte „Baumwollexpress“, nicht fördern will.

Dies enttäuscht umso mehr, als dass die Verkehrsdezernentin Frau Dr. Schwenzo noch im Januar bei den Haushaltsberatungen der Unabhängigen sich äußerts optimistisch zum Projektfortschritt geäußert hatte. Die jetzige Versagung der Förderung durch Landesverkehrsminister Wüst (CDU) – pikanterweise gebürtiger Rhedenser – ruft gerade deshalb solches Unverständnis hervor, da ihm die Probleme und die Unterversorgung des ÖPNV im Kreis Borken und im ländlichen Raum eigentlich zur Genüge bekannt sein dürften.

Als in Düsseldorf noch Rot / Grün die Landesregierung gestellt hat, war sich gerade Hendrik Wüst als wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU nicht zu Schade markige Forderungen zur Verbesserung der Infrastruktur zu stellen. Jetzt, wo als zuständiger Minister liefern könnte, versagt er leider komplett und lässt den Kreis Borken im Stich.

Die Ankündigung von Landrat Dr. Zwicker (CDU) aufgrund der Förderversagung die Einführung der Schnellbusverbindung zwischen Bocholt und Gronau „politisch neu bewerten“ zu wollen, stößt derweil auf absolutes Unverständnis bei der UWG / Stadtpartei – Fraktion. „Kalte Füße bekommen, wenn die Region von der Landesregierung mal wieder im Regen stehen gelassen wird, geht gar nicht!“, so Fraktionsvorsitzender Jörg von Borczyskowski. „Dann werden wir dieses wichtige Verkehrsprojekt eben selbst stemmen. Für uns gilt: Jetzt erst recht!“

Es ist für die UWG / Stadtpartei – Fraktion nicht nachvollziehbar, warum der Kreis Borken immer parat stehen soll, um beim FMO, münsterland e.V. oder beim Projekt S-Bahn Münsterland einzuspringen, aber für die eigenen Bürger/innen nichts auf die Beine stellt. „Gerade in Zeiten der Klimakrise und Mobilitätswende sollte der Landrat mehr in Chancen und weniger in Risiken denken!“ ist die Haltung der UWG / Stadtpartei – Fraktion in diesem Punkt.

 

Pressemitteilung der UWG / Stadtpartei – Fraktion im Kreistag des Kreises Borken vom 04.03.2020

(Quelle Foto: Pixabay)