Bei ihrer diesjährigen Haushaltsklausur in Heek hat sich die UWG / Stadtpartei Fraktion mit dem Budgetentwurf 2019 befasst. Der Kreiskämmerer Wilfried Kersting erläuterte die Veränderungen seit der Haushaltseinbringung im Dezember 2018 und stand für Rückfragen zur Verfügung. Die Fraktion begrüßte die aktuelle Entwicklung und hob insbesondere positiv die geplante Absenkung der Kreisumlage hervor. Damit wird der Kreis Borken erneut den landesweit niedrigsten Hebesatz aller Kreise seinen Mitgliedskommunen anbieten können. Die Änderungen, welche sich durch das 2. NKF-Weiterentwicklungsgesetz ergeben, führen zu mehr Flexibilität im Umgang mit der Ausgleichsrücklage und wurden neben der soliden Haushaltsbasis durch die UWG / Stadtpartei ebenfalls positiv bewertet. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster ging dann auf Wunsch der Fraktionsmitglieder noch detailliert auf den Bereich des Kreisjugendamtes und er Entwicklung der Jugendamtsumlage ein. Sollte die aufgezeigt Entwicklung während der laufenden Haushaltsberatungen Bestand haben und keine gravierenden Änderungen vorgenommen werden, wird die UWG / Stadtpartei Fraktion dem diesjährigen Haushalt zustimmen können. Auf den Weg gebracht wurde außerdem ein Antrag der Resolution des Rates der Stadt Borken zum Verbleib des Schlaganfallzentrums (Stroke-Unit) beizutreten und diese zu unterstützen. Im Zuge der Beratungen beschäftigte sich die Fraktion auch mit der beantragten Lagerverlängerung des Brennelemente Zwischenlagers in Ahaus bis 2057, sowie mit den geplanten Atomtransporten aus Jülich und Garching. Die UWG / Stadtpartei Fraktion sprach sich einstimmig gegen eine Verlängerung der Lagerdauer und gegen jedwede Atomtransporte nach Ahaus aus. „Der Kreis Borken und insbesondere die Stadt Ahaus haben in den vergangenen Jahrzehnten mehr als zur Genüge ihre gesellschaftliche Pflicht erfüllt!“ so Fraktionsvorsitzender Jörg von Borczyskowski. Nun sind andere Regionen gefordert sich des Atommülls anzunehmen. Es dürfe nicht sein, dass durch eine Verlängerung der Lagerdauer das Zwischenlager in Ahaus schleichend zu einem Endlager umfunktioniert wird, so die Unabhängigen.